ESP Instand gesetzt, Tiptronic schwierig

Heute erhielt ich eine erste Rückmeldung von der Werkstatt.

Der Gierratensensor (A000 905 52 03) wurde bereits mit einem Ersatzteil vom Mercedes-Benz Gebrauchtteile Center (http://www.mbgtc.de/) ersetzt. Kostenpunkt: Knapp 142€. Wir erinnern uns, dass mir mein freundlicher MB-Service noch im Juli einen Querbeschleunigungssensor als Neuteil für schlappe 628€ andrehen wollte? Mir ist für insgesamt 329 € das ESP-System wieder Instand gesetzt worden.

Die ausgebaute Mittelschaltung ist mittlerweile wieder zurück in der Werkstatt – der Fachmann konnte hier nicht helfen, der Fall ist schwieriger als gedacht.

Problem: Wie auf dem linken Bild gut zu erkennen ist, ist ein Federkontakt abgebrochen. Diese Feder schleift auf der Leiterplatte und steuert so die manuellen Schaltvorgänge. Offensichtlich ist die kaputte Feder nicht als einzelnes Ersatzteil bei MB zu beschaffen. Die Werkstatt ist aber nach wie um eine Lösung bemüht und hat dazu zwei Vorschläge gemacht: Zunächst wird sich ein als Tüfftler bekannter Radio- und Fernsehtechniker des Problems annehmen. Wenn der keine Lösung findet wird versucht eine günstige gebrauchte Mittelschaltung vom Teilverwerter zu erstehen um daraus die Feder zu entnehmen. Stay tuned.

Update 24.03.2015:
Der Radiotechniker kann bei dem Problem der Tiptronic leider nicht helfen. Die Idee, die Feder von einem Metallbauer anfertigen zu lassen, habe ich gemeinsam mit der Werkstatt wieder verworfen. Da durch die Elektronik nur kleine Ströme fließen müsste die angefertigte Feder einen bestimmten Widerstand haben, um Fehlfunktionen ausschließen zu können, und das lässt sich wohl nur schwer realisieren. Also bleibt die Tiptronic erstmal wie sie ist – mit etwas Feingefühl lässt sich damit ja noch schalten. Ich werde das GTC im Auge behalten und sofort zuschlagen, wenn dort eine günstige Mittelschaltung angeboten wird. Jedenfalls steht der Roadster nun endlich wieder im Carport und hofft auf warmes Frühlingswetter.

Instandsetzung kleinerer Mängel

Sternzeit 157.238: Der Roadster steht seit gestern in der Werkstatt unseres Vertrauens, wo sich jetzt der Tiptronic-Problematik angenommen wird: Die Mittelschaltung wird ausgebaut und an einen Spezialisten verschickt, der (hoffentlich) neue Mikroschalter einlöten wird. Einen Kostenveranschlag konnte man mir dafür zwar nicht geben, doch es wird sicher wesentlich günstiger werden als die 587 Euro, die alleine für das Ersatzteil Mittelschaltung fällig würden. Die Werkstatt will auch nach einer Lösung für den Querbeschleunigungssensor suchen – der hat sich nun leider doch wieder via ESP/ABS-Leuchte als defekt gemeldet und soll als neues Ersatzteil stolze 628 Euro kosten.

Und weil der SLK nun mindestens eine Woche stillsteht, habe ich gleich die Vorderräder abmontiert und in die Werkstatt zurückgebracht, wo man beim Bremsenwechsel im Herbst die Befestigungslöcher zerkratzt hatte. Dort soll der Schaden – wie auch immer – repariert werden.

Mit etwas Glück bekommen wir in 7-10 Tagen also einen vollkommen Instand gesetzten Roadster zurück. Bis dahin darf der Frühling gerne noch auf sich warten lassen 😉

Saisonstart 2015

Hinterm Haus liegt noch ein Gletscher, gebildet aus dem Schneefall von Ende Februar, der nur sehr zäh abschmelzen will. Auch der heftige Regenguss heute morgen um 5 Uhr konnte ihm nicht den Garaus machen, aber dafür wurde endlich mal das Salz von der Straße gewaschen. Am Nachmittag sind die Straßen trocken, aus dem durchwachsenen Himmel schaut schon eine Weile die Sonne heraus. „Wollen wir nicht vielleicht doch mal eine Runde drehen?“ fragen meine Frau und ich uns gegenseitig im Viertelstundentakt – immerhin ist doch schon der 02. März! Was sagt das Thermometer? 6 Grad. Wann geht die Sonne unter? Um 17:50 Uhr. Und wie spät ist es jetzt? 15:50 Uhr. Okay, geht los.

Ich stürze in den Carport und ziehe die Staubhülle ab. Endlich ist wieder da! Ein Druck auf den Schlüssel und die Türknöpfe kommen sofort leise hoch während die Blinker dreimal blinkt. Seit Oktober wurde einmal monatlich das Ladegerät an die Batterie gehängt, jetzt strotzt sie vor Kraft. Ich steige ein und halte inne. Mein Blick wandert über das glänzende Amaturenbrett, das gebürstete Aluminium auf das Lenkrad. „Hallo Baby, ist schon eine Weile her.“ sage ich zu mir selber. Jetzt flugs den Schlüssel ins Zündschloss gesteckt und die Zündung eingeschaltet. Strom fliesst, auf dem Amaturenbrett wird es hell, ich höre wie im Motorraum die Pumpe den Öldruck aufbaut. Ich lasse sie bis zu Ende arbeiten und halte nochmal kurz inne. Den Fuß auf das Bremspedal gesetzt und sanft dagegen gedrückt, die Augen starr auf den Drehzahlmesser gerichtet.

Zündung. Der Motor springt unmittelbar an und gibt dabei seinen wohlbekannten Klang ab – nach vier Monaten klingt es wie ein Lied aus längst vergessener Zeit. Der Blick klebt immernoch auf dem Zeiger des Drehzahlmessers, der bei 1300 Touren steht. Dann schwankt er kurz runter, fängt sich aber gleich wiederund pegelt sich erneut ein. Das Herz pocht. Kurzer Sichtcheck der OBD-Leuchte. Doch die bleibt dunkel. Wieder schwankt die Drehzahl runter, wieder fängt sie sich sofort. Kurz darauf das Ganze nochmal. Just als ich befinde, dass der Motor gut klingt pegelt sich die Drehzahl auf 800 Touren ein – Leerlaufmodus. Alles ist gut. Meine Hand umfasst den Wahlhebel und verharrt dort kurz. Keine Vibrationen, keine Auffälligkeiten. Entschlossen ziehe ich ihn auf „D“, drehe dabei das Lenkrad ganz nach links und lupfe langsam meinen Fuß von der Bremse.

Der Roadster setzt sich in Bewegung, dieses Jahr ganz ohne das bislang obligatorische Ächzen der Bremse von sich zu geben. Langsam schiebt er sich aus seiner Ecke, unter dem Dach hervor, ins Licht. Das Baby läuft! Ich wende ihn behutsam und fahre ihn wieder in den Carport. Vorwärts, rückwarts, vorwärts, alles ist wie es immer war. Den Motor lasse ich laufen, ich will nur kurz ins Haus, die Fußmatten und das Windschott holen, die Frau rufen. Als ich zurückkomme und die Fußmatten eingelegt habe, betätige ich den Dachschalter. Das Dach setzt sich in Bewegung, in halber Stellung ächzt die Hydraulik. Nicht ungewöhnlich, macht er nach jeder Winterpause, das gibt sich bald. Das Dach faltet sich in den Kofferaum, der Heckdeckel schliesst sich.

Da ist er wieder, der Roadster ohne Dach! Ich montiere schnell das Windschott, werfe mir den Windstopper über, setze Mütze und Sonnenbrille auf, schalte schonmal die Sitzheizungen ein damit meine Frau sich nicht verkühlt. Dass ich in kurzen Hosen bin, ignoriere ich ganz einfach. Meine Frau kommt und wir steigen ein. Auch sie hält kurz inne und lässt den Blick über das Wageninnere wandern bis sie mir in die Augen schaut. Wir lächeln uns an und gleichzeitig schiebt sich der Roadster rückwärts aus der Einfahrt.

Langsam geht es dann vorwärts die Piste hinab bis zur Straße. Mir steht jetzt schon ein breites Grinsen im Gesicht. Das steigert sich noch als ich zwei Nachbarn direkt gegenüber stehen sehe. Noch stehen sie mit dem Rücken zu uns. Noch. Ich biege in die Straße ein und werfe einen Blick in den Rückspiegel. Die beiden Jungs stehen jetzt am Bordstein und blicken uns sehnsüchtig nach. Wir starten zur ersten Tour des Jahres, bei 6°C, Sonnenschein und mit offenem Dach. Auf der Bundesstraße ist der Roadster gleich in seinem Element, zirkelt ruhig um die Kurven ohne Auffälligkeiten aufzuweisen.

Der Kilometerzähler zum Saisonstart 2015Die Tanknadel steht kurz vor Reserve, so soll es sein. Wir fahren jetzt erstmal nach CZ um unseren Roadster mit 47,75 Litern Super Plus zu füllen. 98 Oktan werden den Ventilen und Zylindern sicher gut tun nach der langen Pause. Oben, an der tschechischen Grenze, herrschen gerade noch 2 Grad. Als ich aus der Tankstelle herauskomme wartet hinter dem SLK ein blauer Audi Kombi mit zwei jungen Burschen darauf, dass die Zapfsäule frei wird. Als sie mich in meinen kurzen Hosen und mit der Mütze aus der Tür kommen sehen steht ihnen schon der Mund offen. Der Mundöffnungswinkel vergrössert sich noch einmal um ein gutes Stück als ich auf den offenen Roadster zugehen und die Tür zum Einsteigen öffne – ihr Audi hat keine Sitzheizung, vermute ich mal.

Wir fahren von der Zapfsäule weg und halten 20m weiter noch einmal kurz an um den Wegstreckenzähler zurückzusetzen, da fällt etwas weißes Kleines in das Auto. Dann noch etwas. Und noch einmal. „Das ist Schnee.“ ruft meine Frau. Der war doch erst für 21 Uhr angekündigt. Zeit, nach Hause zu fahren, teils im leichten Schneeregen und mit offenem Dach – das haben wir bislang auch noch nicht gemacht. Aber irgendwann ist immer das erste Mal, also warum nicht mal zum Saisonstart? Nun steht der Roadster wieder im Carport, 60km hat er sich heute warmfahren dürfen. Mir schmerzt der Rücken an einer Stelle, die seit ziemlich exakt vier Monaten nicht mehr weh tat. Woher das wohl kommt? 😀

Zwei Baustellen sind allerdings noch offen:

Zum einen sind die Schalter der Tiptronic noch nicht einwandfrei instandgesetzt. Sie funktionieren zwar aber man darf sie nur ganz sachte bewegen um nicht noch weiteren Schaden anzurichten. In den nächsten Tagen werden wir die Mittelschaltung ausbauen lassen und an jemanden schicken, der solche Teile mit dem Lötkolben repariert.

Zum zweiten hatte der Gierratensensor des ESP-Systems Fehlermeldungen ausgelöst. Heute blieb die ABS/ESP-Leuchte jedoch erstmal aus – wir werden das zunächst weiter beobachten denn der winzige Querbeschleunigungssensor kostet stolze 500 Euro als Ersatzteil.

Saisonende 2014

Der SLK im bunten HerbstlaubSternzeit 157.087: Saisonende. Der SLK steht seit einer Stunde in seiner Winterposition. Der Wettergott war gnädig, ein bewölkter aber trockener 31. Oktober. So konnten wir uns noch ein wenig den Wind um die Nase wehen lassen bevor wir eine Waschbox ansteuerten. Gründlichst gereinigt, abgeledert und poliert, den Reifendruck auf 2,4 bar erhöht, so trat der Roadster die letzte Fahrt des Jahres an – direkt nach Hause. Hier erledigten wir den Rest und mittlerweile sitzt jeder Handgriff beim Vorbereiten der Überwinterung: Ausgeräumt, ausgesaugt, abgewischt, Fenster gereinigt, Kunststoffpflege für das Cockpit, Gummipflege für alle Dichtungen, Lederpflege für die Sitze, das volle Programm.

Der SLK ist fertig für den WinterschlafGlänzend innen wie außen, so bugsiere ich ihn unter Einweisung meiner Frau in „seine Ecke“. Die Motorhaube noch entriegelt, damit das Batterieladegerät dann und wann drangehängt werden kann. Ein letzter Blick, für ein 14 Jahre altes Auto sieht dieser Roadser einfach top aus. Dann kommt auch schon die frisch gewaschene Staubschutzhülle drauf. Saisonende. Meine Frau macht den obligatorischen Piccolo auf, wir stossen auf den Roadster an. 87.000 Kilometer hat er uns nun bereits begleitet, 16.000 in diesem Jahr. Wieder ein Jahr unfallfrei 🙂 Ich frage meine Frau nach ihrem schönsten Roadstererlebnis 2014. Über das Timmelsjoch nach Tirol lautet ihre Antwort. Erinnerungen werden wach. Ja, das war schön, genau wie die Côte d’Azur entlang zu cruisen. Und als nächstes kommt erstmal der Winter. Prost.

T-Shirt-Tour im Oktober

Sternzeit 156.192 – Wahrlich, was für ein Wochenende! Es ist ein Geschenk, an einem 19. Oktober nochmal eine Roadstertour im T-Shirt absolvieren zu können. Bei 24°C mit herunter gelassenen Seitenscheiben, ein Fahrt durch dieses besondere, goldene Licht, das mit den bunten, fallenden Blätter eine unvergleichliche Atmosphäre kreiert… vom heutigen Tag werden wir wohl noch lange zehren müssen. Es sind die Tage wie diese, an denen man mit dem Gedanken spielt das Saisonkennzeichen gegen ein reguläres einzutauschen. Was natürlich völliger Quatsch wäre denn der November steht vor der Tür und es dauert nicht mehr lange und der erste Schnee wird fallen. Nur noch 11 Tage, dann steht der Roadster wieder still… 2014 war kein besonders gutes Cabriojahr und etwas Melancholie macht sich bei dem Gedanken daran bereits jetzt breit.

Rauchende Bremsen

Sternzeit 155.980: Nachdem die neuen Bremsen über 400km recht schonend eingefahren wurden war es heute es an der Zeit, sie mal einem ordentlichen Streßtest zu unterziehen. 3km Downhill mit Gas, viele Richtungswechsel und teils extrem enge Kurvenradien, da werden Bremsen beim harten Anbremsen schon mal richtig gefordert. Die Quittung kommt beim Stopp am Fuße des Berges: Auf beiden Seiten raucht es stark aus den vorderen Radhäusern und es stinkt übelst. Rauchende Bremsen am SLK – das habe ich noch nie erlebt. Mit Bremsen scherzt man nicht, es ist Samstag Mittag, 13:33 Uhr und wir steuern mal lieber die nächste ATU-Niederlassung an um kurz nach dem rechten schauen zu lassen. Dort gibt man nach kurzer Wartezeit die Entwarnung: Beide Räder drehen frei und alles scheint i.O. zu sein – es könne vorkommen, dass Fett auf neuen Bremsscheiben abfackelt, auch noch nach 400km – es muss nur heiss genug werden. Einen mächtigen Schreck hat uns das eingejagt aber wenigstens können wir jetzt guten Gewissens weiterdüsen und das herrliche Wetter geniessen. Danke an ATU – man hat uns für das Hochheben und Anschauen nicht einmal etwas berechnet und das, obwohl die Bremsen nicht dort eingebaut wurden.

Felgen beim Bremsenwechsel verkratzt

Kratzer an den FelgenIm Sonnenlicht betrachte ich eben meine frisch gewechselten Bremsen, da fällt der Blick auf die Felgen. Die sind dort, wo die Schrauben sitzen, verkratzt. Offensichtlich hat man beim Demontieren der Räder im Rahmen des Bremsenwechsels eine Nuss ohne Kunststoffummantelung an den Radschrauben verwendet. Nun habe ich an beiden Vorderrädern diese Kratzer. Beim Abholen des SLK habe ich das nicht bemerkt weil die Felgen vom Bremsstaub verschmutzt waren und es trübe und bewölkt war. Die Sonne hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Wieder zuhause angekommen reinige ich erstmal die Befestigungslöcher und gehe dann mit einer Politur drüber. Die Kratzer aber bleiben also fahre ich umgehend zum Autohof und zeige das Malheur dem Chef. Der wiegelt erst ab, dann muss er eingestehen, dass das so nicht in Ordnung ist. Wir einigen uns darauf, dass ich ihm die Räder im November bringe wenn der SLK stillgelegt ist. Dann will er die Kratzer rauspolieren. Kulanzhalber möchte er dafür gleich alle vier Räder aufpolieren. Er sucht akribisch nach Kratzern auf den Felgen, Zitat „Leichtmetallfelgen ohne Kratzer gibt es nicht“. Dann muss er feststellen, dass es sie sehr wohl gibt: Meine Räder sind makellos, bis auf die deutlichen Montagespuren eines Bremsenwechsels in seiner Werkstatt. Ich bin gespannt, ob er die Kratzer selber beheben kann, wenn nicht wird er sie wohl oder übel zu meinen Freunden in die Felgenklinik bringen und aufarbeiten lassen müssen – auf seine Kosten. Man sollte meinen, jede Autowerkstatt weiss, wie man mit Leichtmetallfelgen umgehen muss. Langsam aber sicher verliere ich den Glauben an deutsche Tugenden….

Boxenstopp: Bremsanlage

Sternzeit 155.530km: Irgendwo in Thüringen bemerke ich am Montag Nachmittag das Aufleuchten der gelben Bremsbelag-Anzeige bei jedem Betätigen des Bremspedals. Dass die Bremsen der Vorderachse kommen würden, wusste ich seit der Beanstandung des MB-Service im Juli. Dass es aber noch vor der Winterpause passieren muss, obwohl ich in letzter Zeit recht materialschonend unterwegs war, ist einfach nur doof. Ein Blick ins Bordbuch des SLK bestätigt: Der Bremsbelag-Verschleißgeber spricht an, die Bremsbeläge sind demnach fast runter.

Gestern also den Roadster spontan auf dem Autohof in unserem Ort abgestellt, nachmittags die Rückmeldung: Auch die Bremsscheiben müssen erneuert werden, sie sind eingelaufen. Der Kostenvoranschlag: 271,62 € für Bremsbeläge, Bremsscheiben ATE, Warnkontakte, Federnsatz inkl. Montage. Auftrag erteilt, Teile bestellt, heute morgen der Anruf: Auto fertig, Rechnungbetrag entspricht auf den Cent genau dem Voranschlag. Spontaner Bremsenservice innerhalb von 22 Stunden, das nenn ich einen Boxenstopp 🙂

Spürbare Auswirkungen des Getriebeölwechsels

Das Getriebeöl der 5-Gang-Automatik bei 150.000 Kilometern wechseln zu lassen war eine gute Entscheidung. Der Meister meinte, es sei eine schwarze Brühe gewesen. Das frische Öl im Getriebe hat spürbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten meines SLK: Der Roadster legt durch den verringerten Widerstand im Getriebe schon auf kleinsten Gefällen rasant an Tempo zu! Da ich aktuell noch immer nicht auf die Motorbremse der Tiptronic zurückgreifen kann und deswegen besonders innerorts permanent auf der Bremse stehen muss damit das Auto mir nicht davonläuft, ist mir dies extrem aufgefallen. Der geringere Getriebewiderstand wird sich höchstwahrscheinlich auch in einem niedrigen Kraftstofverbrauch niederschlagen – da braucht es aber noch ein paar Tankfüllungen um das verifizieren zu können. Stay tuned.

Keine Bremsanlagenprüfung beim Service!?

Die beanstandeten „Fahrwerksgeräusche“ wurden durch das Erneuern der ausgeschlagenen Querlenker-Lager nicht beseitigt – nach wie vor ist deutlich ein lautes „Tack“ zu vernehmen wenn die Bremse in Kurven aufgemacht wird. Also am Tag nach dem Service wieder in die Werkstatt und das Problem geschildert. Es folgt eine Probefahrt mit dem Meister, natürlich lässt sich das Geräusch jetzt nicht reproduzieren obwohl es eine Stelle gibt, wo es immer auftritt. Mit dem Meister auf dem Beifahrersitz tritt es auch hier nicht auf. Vorführeffekt. Dennoch heben wir den Roadster wieder auf die Bühne, der Meister prüft noch einmal alle Fahrwerksteile, die Antriebswelle, rüttelt selbst am Endtopf des Auspuffs um Geräusche zu provozieren. Ich schildere noch einmal, wann es in der Regel auftritt. Auf der Bremse rechts abbiegen, im Kurvenscheitel die Bremse vollständig öffnen, dann „tackt“ es laut irgendwo unter dem Auto.

Der Werkstattmeister nimmt nun die Bremsanlage an den Vorderrädern genauer unter die Lupe, entdeckt einen kleinen Grat an der Innenseite der Bremsscheibe und nimmt mit einem Spiegel die innere Bremsklotzhalterung ins Visier. Die innenliegenden Bremsklötzen an beiden Vorderrädern haben mehr als 1mm Spiel – das ist wohl zuviel. Hier entsteht wohl auch das heftig tackende Geräusch: Beim Öffnen der Bremse nutzt der Bremsklotz den 1mm Freiraum um an die Halterung zu knallen.

Ratlosigkeit bei Mercedes_benzEin zweiter Meister wird hinzugerufen, er bestätigt die Einschätzung und dann teilt man mir mit, dass die Bremsanlage der Vorderachse ohnehin „runter“ sei – Scheiben und Klötze seien demnächst zu ersetzen, ich könne sie aber noch eine Weile fahren, bis die Verschleißanzeige kommt. Das Angebot dazu lautet 320 Euro für die Erneuerung der kompletten Bremsanlage an der Vorderachse.

Moment mal: Einen Tag nachdem ich meinen SLK vom Service abgeholt habe, teilt man mir auf Nachfrage zu einem Geräusch mit, dass die Bremse beinahe völlig verschliessen ist? Schaut man da bei einem Assyst B etwa nicht drauf!? Wenn ich mein Auto vom Service hole gehe ich davon aus, dass ALLES IN BESTER ORDNUNG ist. Ich bin der Meinung, man hätte mich zumindest darauf hinweisen müssen, dass die Bremse demnächst kommt? Im Moment kann ich mich über meine Mercedes-Benz-Niederlassung nicht einmal mehr wundern.