Saisonende 2018

Sternzeit 181.604: Wie anhand der letzten Kilometerstände leicht ersichtlich wird, ist unser Hobby Roadster in den Hintergrund getreten. Auch diese Saison durfte er – trotz oder wegen des grandiosen Sommers – nur selten auf die Straße, ganz einfach deswegen, weil wir keine Veranlassung hatten, ein Auto zu benutzen. Hängematte statt fahrender Sonnenstuhl war angesagt.

Die HU im April ging relativ schmerzfrei von statten nachdem das Differential zwei neue Simmerringe spendiert bekam. Ein Ärgernis bei der Voruntersuchung: Im hinteren rechten Reifen steckte ein dicker Stahlbolzen. Ich rechnete bereits mit einem neuen Gummi, aber die Werkstatt sicherte mir zu, den Schaden so reparieren zu können, dass ich keine Befürchtungen bei der Weiterverwendung des Reifens haben müsse. Die wenigen Kilometer, die wir in der Folge zurücklegten, haben wir tatsächlich ohne Rücksicht darauf absolviert. Schließlich quittierte die Batterie dann im Juli ihren Dienst. Nach sieben Jahren, vier davon in den rauen klimatischen Winterbedingungen des Erzgebirges, war es wohl einfach an der Zeit für einen neuen Akku.

Heute nun haben wir bei schönstem Herbstwetter die Standard-Winterpausen-Prozedur durchgezogen. In drei Stunden waren mit Waschen, Saugen, Lackpolitur, Leder-, Kunststoff- und Gummipflege alle Arbeiten abgeschlossen. Und da unser SLK im November 18 Jahre alt wird, haben wir den obligatorischen Picolo auch auf seine Volljährigkeit genossen: Auf die nächsten 18 Jahre!

Saisonstart 2018

Sternzeit 175.921: Der letzte Schnee ist endlich weg, die Straßen trocken, die Sonne lacht und das Thermometer zeigt 11°C. So spät wie in diesem März waren wir noch nie dran. Gestern nochmal flugs die Batterie geladen und als ich vorhin den Zündschlüssel umdrehe startet der Roadster ohne Murren – wie stets nach der Winterpause. Jetzt schnell die Fußmatten und das Verbandszeug rein, das Windschott montieren und es kann losgehen. Der Tank ist fast leer, der erste Weg führt also wie gewohnt an die Tankstelle. Erstmal Reifendruck kontrollieren: Dreimal 1,6 bar und einmal 1,5 bar, das ist zu wenig. 1,9 bar sollen es sein. 44,5 Liter Sprit für 1,30€ eingefüllt. Fertig für eine kleine Tour. 80km später kommen wir grinsend und mit einem leichten Sonnenbrand wieder zuhause an. Das Baby schnurrt einwandfrei und der nächste Service Assyst ist auch noch 10.800 km entfernt. Trotzdem wird der Rodaster demnächst die Werkstatt besuchen müssen. Die HU ist im April 2018 fällig und das Differential hinten ist nun schon so ölfeucht, dass wohl oder übel die Dichtung ersetzt werden muss, damit der SLK eine neue Plakette bekommt. Nach 18 Jahren hat er sich die Dichtung redlich verdient und ein Schmiermittelwechsel dürfte auch gut sein. Kostenpunkt rund 270 Euro mit Material und Arbeit. So sei es. Stay tuned.

Saisonende 2016

Sternzeit 171.636: Nach einem durchgehend grauen, feuchten Oktober kam heute tatsächlich die Sonne raus und gab uns die Gelegenheit zu einer letzten Tour, die wirklich klein ausfiel – weil der heutige Sonntag dank Winterzeit-Umstellung kurz genug werden sollte. Der Roadster steht jetzt geschniegelt und die gestriegelt in seiner Winterschlafposition – nach der siebten Saison sitzt die Wintervorbereitungs-Prozedur bei meiner Frau und mir wie im Schlaf: Nach nur 90 Minuten steht das Auto fix und fertig abgedeckt im Carport.

170tkm im August Wir gönnen uns den obligatorischen Piccolo auf eine erneut unfall- und pannenfreie Saison. Mit nur 4.500 km ist die sehr spärlich ausgefallen. Das hat aber auch einen Vorteil: Die Reifen, die bei der HU im April als „demnächst verschlissen“ vermerkt wurden, haben bis heute ausgereicht. Nun kann ich die Gummis azyklisch und somit hoffentlich günstig im Winter einkaufen. Den linken Kotflügel mit Kratzer und Steinschlägen ist vielleicht im Frühjahr dran. Zudem hat der Felgenkopf vorne rechts eine 3cm lange Schmarre eingesammelt, die physikalisch eigentlich unerklärlich ist. Aber so gibt es wenigstens heute schon genügend Inhalte für das Roadsterlog des kommenden Jahres 🙂 Stay tuned…

Spontan die HU gemeistert

Sternzeit 167.125: Nach dem Kälteeinbruch der letzten Tage passt heute das Wetter und ich entscheide daher, spontan zur Dekra zu fahren um die HU/AU durchführen zu lassen. Der SLK war zwar vor 9 Tagen wegen des ESP in der MB-Werkstatt, auf der Bühne hatte ihn aber niemand. Aber ich kenne schließlich mein Auto und bin deshalb voll überzeugt, dass es bestens gewartet ist. Und nachdem nun auch das ESP wieder einwandfrei arbeitet spricht nichts gegen eine spontane Hauptuntersuchung.

Tatsächlich ergeben sich heute keinerlei Beanstandungen. Bisschen Ölfeuchte am Differential ist ja typisch für heckgetriebene Mercedes. Nur für die chronisch verschlissenen Hinterreifen lässt der Prüfer es sich jedoch nicht nehmen mir den Hinweis „Reifen 2. Achse in Kürze verschlissen“ auf den Prüfbericht zu vermerken. Na, mir soll es recht sein, wenn er sonst schon nichts findet 😉 Ernsthaft: Mein SLK R170 ist technisch in absolut einwandfreien Zustand. Der Roadster ist nun bald 16 Jahre alt aber ich kann spontan damit bei der Dekra vorfahren und bekomme eine Plakette für die nächsten zwei Jahre. Nächster Termin: April 2018.

Jetzt müsste nur noch der Kratzer am linken Kotflügel gemacht werden und schon wäre der Sammlerzustand wieder hergestellt. Aber das eilt gerade nicht wirklich und bis zum nächsten Service (Assyst A) sind es auch noch 3000km.

ESP wieder voll funktionstüchtig

Sternzeit 166.813: „Aller guten Dinge sind drei und ein drittes Mal Gierratensensor-Anlernen können wir uns wohl sparen.“ Mit dieser Ansage habe ich den SLK zum dritten Mal wegen der BAS/ESP-Leuchte in meine „neue“ (nach Umzug) Mercedes-Benz Werkstatt gegeben. Am nächsten Morgen kommt der Anruf: Die Fehlermeldung lautet noch immer „Gierratensensor“ doch weil dieser bereits letztes Jahr erneuert wurde fällt der Verdacht nun auf einen weiteren ESP-Geber in der Mittelkonsole: Nur noch ein Defekt des Querbeschleunigungssensors kommt in Frage – sagt der MB-Werkstattservice. Das Teil soll 147 Euro und ich erteile die Freigabe.

Einen Tag später ist der SLK repariert und wir holen ihn ab. Die BAS/ESP-Leuchte ist aus, sie bleibt auch am nächsten Tag aus und am darauf folgenden auch. Nach gut zwei Jahren ist das ESP wieder funktionstüchtig und ich kann mich zukünftig wieder voll darauf verlassen, dass es funktioniert wenn es erforderlich ist. 484 Euro wird mich dieser Aufenthalt gekostet haben, damit habe ich nun insgesamt 813 Euro in die Instandsetzung des ESP gesteckt. Das einzig Positive daran: Der Roadster kann jetzt fristgerecht zur HU vorgestellt werden 🙂

Kurzer MB-Werkstatt-Aufenthalt

Sternzeit 166.725: Termin in der freundlichen MB-Werkstatt, die im Herbst versuchte, die BAS/ESP-Leuchte mittels Anlernen des Gierratensensors verstummen zu lassen. Ich beauftrage die ESP-Fehlerbeseitigung und mache zudem auf die mir unerfindliche Ursache für die Leuchtmittel-Warnleuchte aufmerksam.

Am Abend ist der SLK zur Abholung bereits. Der Werkstattmeister erklärt, dass beide Leuchtmittel Standlicht defekt gewesen seien und getauscht wurden. Zum ESP erklärt er mir, dass man das Problem mit einer erneuten Inbetriebnahme des Gierratensensors gelöste haben will. Ich bin gespannt und werde enttäuscht: Nachdem der Roadster eine Nacht im Carport stand leuchtet die BAS/ESP-Leuchte gleich beim Starten wieder auf. Hmmmpppffff….

Saisonstart 2016

Sternzeit 166.124: Endlich ist der Winterschlaf vorbei und auch das Wetter spielt mit. Also flugs den Verbandskasten gecheckt, und in den Kofferraum gesteckt und schon kann es losgehen. Dank regelmäßiger Batterie-Ladung über den Winter springt der Roadster beim heutigen Saisonstart ohne Murren an. Das ist allerdings auch die einzige gute Nachricht denn auf dem Amaturenbrett leuchten nun nacheinander zwei Warnleuchten auf: Die ewige BAS/ESP-Leuchte und, nach dem Einschalten des Abblendlichtes, auch die Leuchtmittel-Warnleuchte. Ich schleiche also erstmal um den SLK, kann aber kein defektes Leuchtmittel entdecken!? Sowas nervt wirklich. Die ESP-Geschichte muss nun langsam zum Abschluß gebracht werden denn im April ist die HU fällig. Aber bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit, heute fahren wir erstmal aus 😉

Saisonende 2015

Sternzeit 166.124: Wer hat an der Uhr gedreht… die Roadstersaison ist schon wieder vorbei. 2015 war kein gutes Jahr, trotz heißem Sommer sind wir wegen unseres Umzugs kaum zum Roadstern gekommen und entsprechend war dies die erste Saison, in der kein Service fällig war. Die Intervallanzeige zeigt sogar noch 3.600km bis zum nächsten Boxenstopp.

Unsere Standard-Prozedur zum Winterschlaf des SLK habe ich oft genug geschildert. Der Roadster steht also seit zwei Stunden glänzend in seinem neuen Winterquartier, den obligatorischen Piccolo zum Saisonausklang haben wir uns auch gegönnt. Bis der SLK im März reanimiert wird, können die bestehenden Probleme ignoriert werden doch dann wird es ernst:

Im April steht die Hauptuntersuchung an und dummerweise zickt das ESP noch immer rum. Das Anlernen des Gierratensensors hat das Problem nicht endgültig beseitigt, es wäre auch zu schön, vor allem zu einfach gewesen. Mit leuchtender BAS/ESP-Leuchte wird der Dekra-Prüfer dem Roadster sicher keine frische Plakette erteilen. Das Problem muss also im März gelöst werden: Die Verbindung zwischen ESP-Steuergerät und Gierratensensor muss geprüft werden. Wie und wo das geschehen soll, ist noch unklar.

Wenn das Problem gelöst und die Hauptuntersuchung bestanden ist, wird wohl auch mal ein Besuch beim Lackierer fällig: Der linke Kotflügel muss nicht nur wegen des Kratzers von neulich lackiert werden, im Radlauf habe ich zudem eine korrodierte Lack-Abplatzung entdeckt und im Übrigen ist dieser Kotflügel übersät von Steinschlägen – jedes Jahr kommen einige neue hinzu.

Last but not least werden in der kommenden Saison wohl auch neue Reifen auf der Hinterachse fällig. Wir haben bereits darüber diskutiert, ob wir nicht mal wieder die originalen 16″-Räder auf das Auto stecken. Das wirkt sich zwar auf die Fahrdynamik aus, die ist an unserem neuen Standort aber nicht mehr so wichtig. Leider. Die 215er Gummis sind aber sicher auch günstiger als die 245er, mit denen die 18″-Räder normalerweise bezogen werden wollen.

Aber das ist Zukunftsmusik und so verabschieden wir uns in die Winterpause, dankbar für 9.000 unfallfreie Kilometer in dieser Saison.

Genialer Werkstatt-Quickie

Sternzeit 165.166: Wie angekündigt habe ich einen Termin beim freundlichen Mercedes-Benz-Autohaus vereinbart um den Magneten des Nockenwellenverstellers erneuern zu lassen. Bezüglich der ESP-Problematik vereinbarten wir, dass zunächst einmal mehr der Fehlerspeicher ausgelesen und die On-Board-Diagnose befragt werden soll bevor wir die weitere Vorgehensweise einer Fehlersuche abstimmen. Der Magnet war innerhalb einer Stunde getauscht und als der Servicemann mir den Autoschlüssel zurückgibt, erwähnt er wie nebenbei, dass das ESP-Problem wohl auch gleich behoben worden sei. Beim Tausch des Gierratensensors wurde offensichtlich schlichtweg vergessen, das Teil anzulernen. Das wurde nun nachgeholt und siehe da: Auf dem Heimweg vom Autohaus blieb die BAS/ESP-Leuchte zum ersten Mal seit langer Zeit aus. Das Anlernen des Bauteils wurde mir nicht einmal berechnet, die Rechnung entspricht auf den Cent genau dem Angebot für das Tauschen des Magneten: 92,75 Euro. Das war ein genialer Werkstatt-Quickie!

Schwache Elektrik und ärgerliche Kratzer

Sternzeit 164.872: Still war es diesen Sommer um den Roadster. Ein Umzug war ursächlich dafür, dass die Roadstersaison im klassischen Sinn bis dato weitestgehend ausgefallen ist. Dabei bekam ich bereits im Juni günstig das gewünschte Ersatzteil „Mittelschaltung“ – ein gutes Jahr nach dem Ausfall der Tiptronic in den Alpen lässt sich der SLK nun endlich wieder einwandfrei manuell schalten. Dafür weitet sich ein anderes Problem aus, dass ich als behoben betrachtet habe:

Leuchtende ESP-Lampe am SLKDas ESP. Der Austausch des Gierratensensors schaffte nur für kurze Zeit Abhilfe. Schon kurz darauf meldete sich die ESP/BAS-Leuchte mit zunehmender Häufigkeit zurück. Wieder meldet die Diagnose den Fehler „Gierratensensor“. Da dieser erneuert wurde ist nunmehr davon auszugehen, dass irgendein elektrischer Kontakte an der Leitung zwischen Gierratensensor und ESP-Steuergerät korrodiert ist und dadurch Fehlspannungen beim Systemselbsttest erzeugt werden. Die Fehlersuche ist nicht ganz unkompliziert denn dazu ist es erforderlich, Messapparaturen in die Leitung zwischenzuschalten. Die dafür notwendigen Adapter gibt es nur und ausschließlich in MB-Vertragswerkstätten und das ist wohl der teuerste Ort um eine zeitintensive Fehlersuche durchführen zu lassen.

Überhaupt hat mein SLK in letzter Zeit zunehmend Ausfallerscheinungen in der Elektrik: Die linke Seite der Innenraumbeleuchtung bleibt gerne mal aus, erst ein beherzter Klopfer auf die Abdeckung schaltet das Licht ein – Wackelkontakt? Manchmal meldet sich die Kontroll-Lampe für defekte Beleichtungsmittel und meldet einen Ausfall. Dann gehe ich ans Heck, schraube einfach mal die linke Bremsleuchte kurz raus und wieder rein und schon ist alles wieder in Ordnung. Auch die Instrumententafel blieb in Teilen schon mal dunkel. Die Suche im Web ergab dazu, dass die darin verbauten Glühlampen irgendwann den Geist aufgeben, das komplette Kombiinstrument muss dann ausgebaut werden. Zum Glück gibt es dafür gute Anleitungen im Internet, sodass ich diese „Reparatur“ vielleicht schon in der kommenden Winterpause selber angehen kann 😉

Ölverschmiertes Magnetventil am SLK R170Dann macht sich langsam aber sicher ein Ölfilm im Motorraum breit. Das Öl tritt am Magnetventil des Nockenwellenverstellers aus und verteilt sich dort unterhalb des Magnets am Motorblock. Nichts dramatisches denn das Ölstoppkabel habe ich schon vor Jahren verbauen lassen um das Steuergerät zu schützen. Es ist aber eben auch nicht schön azuschauen und deswegen habe ich mir bereits einen Kostenvoranschlag im MB-Autohaus für den Austausch des Magnetventils geholt: Mit 92,75 Euro brutto bekam ich einen ordentlichen Preis und werde das demnächst machen lassen.

Kratzer im linken KotflügelIch wünschte, mein größtes Ärgernis liesse sich auch so günstig beseitigen: Irgendein Vollhonk hat den Roadster auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums gedozt und ihm am Radkasten des linken Vorderrades diverse Kratzer nebst kleiner Delle verpasst. Ein unfähiger Einkaufswagen-Pilot? Wie auch immer, das kann so nicht bleiben denn die Kratzer sind tief genug um der braunen Oxidationspest eine Angriffsfläche zu bieten. Einerseits ärgere ich mich maßlos darüber andererseits hätte der linke Kotflügel ohnehin demnächst lackiert werden müssen: In 14 Jahren ist er doch von diversen Steinschlägen malträtiert worden.